Die Schülermitverantwortung

Durch die Schülermitverantwortung (SMV) haben die Schüler die Möglichkeit zur Mitgestaltung des Schullebens. Sie können Verbesserungen – im Sinne der Schüler – anregen und erreichen. 

Einrichtungen der Schülermitverantwortung sind:

  • Klassensprecher und ihre Stellvertreter
  • Klassensprecherversammlung
  • Tagessprecherausschuss
  • Schülerausschuss

Der Tagessprecherausschuss (Tagessprecher und deren Stellvertreter der Haupt- und der Nebenstelle) wählt aus seiner Mitte den Schülerausschuss.

Aktionen

2015 - SMV Weihnachtsaktion

die SMV verkauft in der Zeit vom Montag, 14.12. – 23.12. Weihnachtsstollen für einen guten Zweck.

 

2015 - Passauer Berufsschulen starten dritte Typisierungsaktion

PassauSchief gehen kann eigentlich nichts mehr: Die Info-Veranstaltungen sind durch, der Termin mit der Aktion Knochenmarkspende steht, die Freiwilligen sind eingeteilt, die Ablaufpläne für die einzelnen Klassen ausgearbeitet, die Spendenboxen mit rund 3000 Euro schon recht gut gefüllt, der Shuttle-Bus für die Nebenstelle ist organisiert. Was in den Ferien noch zu machen ist: Werbung. Flyer verteilen, Plakate kleben, Leute ansprechen. Denn ab 12. Juni startet wieder eine Typisierungsaktion an der Staatlichen Berufsschule I in Passau. Verantwortlich dafür zeichnen die Schülermitverantwortungen (SMV) und die Beratungslehrer, allen voran Rudolf Peck.

"Selbst wenn nur einer kommt, sind wir zufrieden", sagt Jonathan Timothy Pauli vom Organisationsteam. Er stapelt tief, wie ein Blick auf die schmunzelnden Gesichter der SMV-Runde zeigt. Sie sind sicher, dass es mehr werden. Viel mehr: 540 Mitschüler aus der Gewerblichen Berufsschule haben sich bereits angemeldet, 240 überlegen noch. Und aus der Kaufmännischen Berufsschule kommen mindestens 120 Schüler.

"Der Raum Passau gilt als Typisierungs-Hochburg – auch dank unserer Aktionen", sagen die Berufsschüler. Sie freuen sich auch über jeden außerhalb der Schule, der sich registrieren lassen will. Voraussetzungen: zwischen 18 und 45 Jahre alt, mindestens 50 Kilo schwer, gesund und eine gute körperliche Verfassung. Ihre Hoffnung: "Weltweit sind etwa 24 Millionen Stammzellenspender registriert, davon um die fünf Millionen in Deutschland. Da ist viel Luft nach oben – auch in unserer Region", sind die Organisatoren überzeugt. Und weiter: "Jeder, der sich registrieren lässt, ist eine Nadel mehr im Heuhaufen."

Um möglichst viele Stammzellenspender aktivieren zu können, bieten die Berufsschüler mehrfach Termine an. Im Einzelnen: 12., 16,. 17., 18. und 22. Juni, jeweils zwischen 10 und 14 Uhr. Das hat auch mit Erfahrungswerten zu tun. Denn nach 2009 und 2012 ist es bereits die dritte Typisierung an der Passauer Berufsschule. "Wegen des Block- und Teilzeitunterrichts geht die Aktion immer über den Zeitraum von mehr als einer Woche", berichtet Rudolf Peck und verweist auf bereits 1353 registrierte Schüler und 17 erfolgte Transplantationen. "Zehn weitere stehen in der engeren Wahl für eine Spende", weiß der Beratungslehrer der Berufsschule I. Er sieht in der Aktion nicht nur einen Erziehungsauftrag der Schule, sondern engagiert sich auch persönlich in der Sache, hält unter anderem die Info-Veranstaltungen zur Typisierung.

Denn wer weiß schon, dass Leukämie und andere Störungen des Blutbildes wie Anämie oder Immundefekte durch die Übertragung von Blutstammzellen eines gesunden Spenders geheilt werden können? Wer weiß, dass für 75 Prozent der an Leukämie erkrankten Menschen heute innerhalb von etwa zwei Monaten ein passender Spender gefunden werden kann? Wer weiß, dass dies eine der wenigen Möglichkeiten ist, wo man ganz konkret helfen kann? Und wer kennt schon das Schicksal von David, dessen Vater an Leukämie gestorben ist, dessen Bruder daran erkrankt ist, so wie er auch. Eine Stammzellenspende hat sein Leben gerettet. Wieder gesund, engagiert sich der junge Mann bei der AKB, ist zweimal die Woche bei der Stiftung in Gauting, wo unter anderem die Spender, die zur Transplantation ausgewählt sind, zu ihren Gesundheitstests antreten. (PNP vom 30.05.2015)

2013 - Berufsschüler helfen kranken Kindern in Rumänien

Einen Spendenscheck über 3350 Euro übergaben die Schülersprecher der Karl-Peter Obermaier-Schule an Bernhard Pappenberger. Mit dem Geld aus der SMV-Weihnachtsaktion soll ein Selbsthilfeverein in Rumänien unterstützt werden, der schwerwiegenden geistigen Behinderungen vorbeugen will. Dabei handelt es sich um ein gemeinsames Projekt des BRK- Kreisverbands Passau und des Rumänischen Roten Kreuzes.
Wer hierzulande mit Phenylketonurie (PKU) geboren wird, kann ein ziemlich normales Leben führen können. Anders in Rumänien: "Die medizinischen Standards der Früherkennung und der Informationsstand der Ärzte sind noch sehr lückenhaft. Deshalb bleiben die meisten PKU-Fälle unerkannt", bedauert Bernhard Pappenberger, der für den BRK-Kreisverband das Projekt federführend betreut. Schwerste geistige Behinderungen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden könnten, seien die Folge. Behandelbar ist die Krankheit durch eine konsequente Diät, die lebenslang eingehalten werden muss. Für die betroffenen Kinder sind Fleisch, Fisch, Geflügel, Milchprodukte, Eier, Gemüse und Nüsse tabu. Stattdessen müssen Betroffene spezielle phenylalaninfreie Lebensmittel und eine synthetische Aminosäuremischung zu sich nehmen − für rumänische Verhältnisse praktisch unbezahlbar, wie BRK-Kreisgeschäftsführer Horst Kurzböck vorrechnet: "800 Euro pro Monat müssten dafür aufgewendet werden bei einem durchschnittlichen Monatseinkommen von rund 300 Euro."
Mit verschiedenen Aktionen brachte die Schülermitverantwortung (SMV) den Spendenbetrag zusammen: Die Schüler der Fleischerei-Abteilung verkauften für den guten Zweck "Metzger-Wraps", die Auszubildenden der Gastronomieabteilung stellten süße Verlockungen her. Der Erlös aus Leckerl- und Kuchenverkauf wanderte ebenfalls in den Spendentopf. Zudem haben alle Klassensprecher in der Vorweihnachtszeit kräftig die Werbetrommel für die Aktion gerührt, die den "Chancenlosen eine Chance" gibt.

2012 - Firmen unterstützen die „Lebensretter"

Fast 700 junge Menschen konnten die Schülermitverantwortungen (SMV) der beiden Passauer Berufsschulen in einer Gemeinschaftsaktion als potenzielle Lebensretter gewinnen. Sie haben sich von den Argumenten der Schülervertreter überzeugen lassen und stehen nun in der Datenbank der „Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern“.
Nachdem das Anliegen erfolgreich vermittelt worden ist, versuchen die Schülervertreter, Spendengelder zur Finanzierung der Aktion zu sammeln, schließlich kostet jede Typisierung 40 Euro, die ausschließlich aus Spenden finanziert werden muss. Die ZF Passau half und brachte einen Scheck über 2000 Euro, die Knorr-Bremse AG aus Aldersbach überreichte dem rührigen Schülerteam um Beratungslehrer Rudolf Peck einen Scheck über 2127 Euro zugunsten der Aktion.
Die Typisierungsaktion soll an den Berufsschulen künftig alle drei Jahre durchgeführt werden, um einen möglichst großen Anteil junger Spender für die Knochenmarkdatei zu gewinnen. 

2010 - Schüler schnüren Hilfspakete

Die Schüler der Karl-Peter-Obermaier-Schule zeigten sich solidarisch mit Menschen, die dringend Unterstützung brauchen. Für die Hilfsaktion „Weihnachtstrucker“ lud die Schülermitverantwortung (SMV) dringend benötigte Grundnahrungsmittel und Körperpflegeartikel auf einen Lkw des Technischen Hilfswerks (THW).In der Adventszeit hatten die Schülervertreter kräftig die Werbetrommel gerührt, um Spenden für die Aktion zu sammeln. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auf acht Paletten stapelten sich 164 Pakete. Bei der Zusammenstellung der Hilfsgüter haben sich die Berufsschüler an einer Empfehlungsliste der Johanniter-Hilfe orientiert. Diese Organisation hat große Erfahrung mit humanitärer Hilfe im Ausland. Die Schüler erwiesen sich auch als flinke Packer und füllten eine halbe Tonne Mehl, eine halbe Tonne Zucker, Nudeln, Reis und viele weitere Lebensmittel und Hygieneartikel in die Pakete. Liebevoll wurden die Kartons dann in Geschenkpapier verpackt.Ziel der Aktion war es, notleidenden Kindern und bedürftigen Familien mit dringend benötigten Grundnahrungsmitteln über den Winter zu helfen. In den Zielgebieten Albanien, Bosnien, Moldawien und Rumänien sollen die Pakete vor allem den Menschen helfen, die unterhalb der Armutsgrenze leben müssen.

2008 - Passauer Berufsschüler spenden 3750 Euro

Die Schüler der Karl- Peter-Obermaier-Berufsschule zeigen sich solidarisch mit Menschen, die Unterstützung brauchen. Bei verschiedenen Aktionen haben sie die Werbetrommel gerührt, um Spendengelder für die Leukämiehilfe Passau zu sammeln. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 3750 Euro überreichten die Vertreter der Schülermitverantwortung, Simone Schätzl und Benjamin Kalkreuter, an den Vorsitzenden der Leukämiehilfe Dr. Ralf-Peter Filipp. Er freute sich über das Engagement und den Ideenreichtum der Berufsschüler. Seine Organisation setzt sich für die Behandlung und Förderung von Menschen ein, die an Leukämie erkrankt sind. Dafür versucht er, möglichst viele Geld zu beschaffen. Dies ist auch dringend nötig, denn jedes Jahr erkranken 4000 bis 5000 Kinder und Erwachsene neu. Diese Krankheit verlangt ganz besondere Behandlungsmethoden wie etwa die Knochenmark-Transplantation. Jede Typisierung und Registrierung eines neuen Spenders kostet 50 Euro. "Mit Ihrer Spende helfen Sie, dass die Hilfsbereitschaft nicht am Geld scheitert", freute sich Dr. Filipp. Dass sich der Einsatz lohnt, belegen Zahlen: 70 Prozent der Kinder und Säuglinge, die Leukämie haben, können geheilt werden.

2007 - SMV Mitglieder übergeben Scheck an Hilfsverein

Trotz aller privaten, schulischen und betrieblichen Anforderungen haben die Schüler der Berufsschule I auch heuer den Blick für den Nächsten nicht verloren. So sammelte die SMV durch Kuchen und Getränkeverkauf bei diversen schulischen Veranstaltungen und durch Sammlungen in den Klassen 4100 Euro.
Diesen Betrag überreichten im Rahmen der Abschlussfeier die SMV Mitglieder Verena Sitzmann, Jasmin Penzenstadler und Schulsprecherin Josephine Wegener an Horst Kühnel, dem stellvertretenden Vorsitzenden des "Vereins zur Förderung spastisch gelähmter Kinder Passau." Vereinszweck sei hauptsächlich, so Kühnel, die Förderung spastisch gelähmter Kinder. Denn nicht alle wünschenswerten Therapiemaßnahmen übernehmen die Krankenkassen. Als besonders förderlich habe sich beispielsweise das heilpädagogische Reiten erwiesen. Der Umgang mit dem Therapiepferd fördere sichtlich das Bewegungsverhalten der jungen Patienten, steigere zudem merklich das Konzentrations- und Wahrnehmungsvermögen der Kinder. Recht schnell entwickeln sie darüber hinaus eine sehr starke emotionale Bindung zum Tier.
Aber auch die sichtbare Freude, die die Kinder beim Reiten empfinden, habe die SMV bewogen, so Schulsprecherin Josephine Wegener, heuer diese segensreiche Einrichtung zu bedenken. Wegener vergaß auch nicht Beratungslehrer Rudolf Peck zu danken, der mit seinem großen Einsatz die Aktion von Anfang an unterstützt und damit letztlich erst ermöglicht habe.

2006 - 3333 Euro-Spende an Bedürftige

Auch heuer vergaßen die Berufsschüler Mitmenschen nicht, denen es nicht so gut geht. Die Schülermitverantwortung und Vertrauenslehrer Rudolf Peck initiierten vor Weihnachten eine Spendenaktion mit einem stolzen Ergebnis von 3333 Euro. Die Schülersprecher Josephine Wegener und Benjamin Gehr überreichten im Rahmen der Schlussfeier den Scheck 
einer Hutthurmer Familie, die unverschuldet durch schwere Schicksalsschläge und Krankheiten Not geraten ist.