Grundlagen unserer Schulentwicklung

Wirtschaftlicher Wohlstand, unsere Kultur und damit letztlich unsere Lebensqualität sind gerade in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland untrennbar mit dem Rohstoff „Geist“ verknüpft. Bildung und Ausbildung haben deshalb in unserer Gesellschaft einen besonders hohen Stellenwert. Innerhalb fast aller gesellschaftlichen Gruppierungen besteht übereinstimmend der Grundkonsens: Mit einer best-möglichen Aus- und Fortbildung werden die entscheidenden Weichen für den Jugendlichen gestellt.
Für mehr als zwei Drittel unserer Berufsanfänger ist nach wie vor die duale Ausbildung der erste und damit entscheidende Meilenstein in ihrem Berufsleben. Ausbildungsbetrieb und Berufsschule sind dabei die beiden wesentlichen Säulen, auf denen die Zukunft des Berufsnachwuchses ruht. Oberstes Leitziel unserer Berufsschule muss es deshalb sein, durch ihre Leistung die Berufs- und damit Lebenschancen ihrer Schüler zu sichern bzw. zu verbessern. Hohe Unterrichtsqualität ist unerlässlich für das Ansehen der Schule, für die aktive Unterstützung durch die Gesellschaft sowie vor allem auch für die Akzeptanz als gleichgewichtiger Partner im dualen System. Neben den beruflichen Qualifikationen muss aber gerade eine moderne Berufsschule dem Jugendlichen auch Werte und damit Orientierung für die Welt von morgen mitgeben. Erziehung zu beruflicher Tüchtigkeit ist deshalb stets einzubinden in ein Konzept einer möglichst umfassenden Persönlichkeitserziehung.

Um die Qualitätsansprüche, die wir an unsere Schule stellen, systematisch zu verfolgen und nachweisbar zu erfüllen, hat sich die Karl-Peter-Obermaier-Schule entschlossen, ein Qualitätsmanagementsystem einzuführen. Bereits seit dem Jahr 2001 entwickeln wir uns systematisch zunächst nach dem European Foundation for Quality Management (EFQM-Modell), später - im Rahmen von Profil 21 - nach dem QmbS-Modell weiter.

Teilnahme an Modellversuchen

Modus 21

Von 2002 bis 2007 nahm die Karl-Peter-Obermaier-Schule am Schulversuch "Modus 21" teil. MODUS21 steht für den Modellversuch MODell Unternehmen Schule im 21. Jahrhundert, der in Bayern anfangs 23 und zuletzt 44 Pilotschulen verschiedener Schularten als Großprojekt durch die Stiftung Bildungspakt Bayern gefördert und in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus durchgeführt wird. Zentrale Handlungsfelder sind "Qualität von Unterricht und Erziehung", "Inner- und außerschulische Partnerschaften", Personalmanagement/Personalführung", "Sachmittelverantwortung".

Modus 21

Ab 2006 nahm die Schule am Modellversuch Profil 21teil. Ziel des Modellversuchs war die Erprobung von Reformmaßnahmen in den Bereichen Unterrichts-, Personal- und Organisationsentwicklung sowie Finanz- und Bildungsverantwortung. Im Verlauf der Modellversuchsphase wurden durch Bekanntmachungen insgesamt 30 Maßnahmen zur Umsetzung an beruflichen Schulen freigegeben. Folgende Maßnahmen standen im Mittelpunkt unseres Engagements: 

  1. Individuelle und differenzierte Förderung der Schüler (Unterrichtsqualität),
  2. Entwicklung der Fachbetreuer zu Abteilungsleitern mit Personalverantwortung (Personalentwicklung),
  3. Schulentwicklung mit QmbS (Organisationsentwicklung),
  4. Geld für Personalstellen (Finanzverantwortung) und
  5. Flexibilität bei der Klassenbildung (Bildungsverantwortung).

Im Juni 2009 erfolgte der Umstieg in das  QmbS – System, das flächendeckend für die beruflichen Schulen in Bayern vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus entwickelt wurde.

Einen Überblick über die zahlreichen Projekte im Rahmen der Qualitätsentwicklung in den vergangenen Jahren finden Sie in folgender Übersicht.