Schneller zum Ingenieur

Technikerschulen und Technische Hochschule arbeiten zusammen

Passau/Deggendorf. Die Technikerschulen an der Karl-Peter-Obermaier Schule haben sich in ihrer Region erfolgreich auf dem Markt etabliert. Sie liefern der regionalen Wirtschaft Experten für die mittlere Führungsebene. Den besonders Leistungsfähigen unter den staatlich geprüften Technikern eröffnet sich eine neue Karriereperspektive, wie die Berufsschule in einer Pressemitteilung schreibt.

Eine Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Deggendorf macht dies möglich. Das Weiterbildungszentrum der THD bietet einen Studiengang Technologiemanagement an, der mit dem Bachelor of Engineering abschließt. Die Absolventen erwerben damit einen vollwertigen akademischen Ingenieurstitel. Für die staatlich geprüften Techniker bietet dieser berufsbegleitende Studiengang nun ein ganz besonderes Zuckerl: Ihnen werden die an der Technikerschule erbrachten Lernleistungen anerkannt. Das Staatsministerium ist zu dem Ergebnis gekommen, das die in den Fächern Betriebswirtschaftliche Prozesse, Physik und technische Mechanik zu erbringenden Lernergebnisse anerkannt werden können.

Seit Ende September hat es die Technische Hochschule Deggendorf mit dem Plazet des Staatsministeriums offiziell: Ihr Weiterbildungszentrum kann den berufsbegleitenden Ingenieursstudiengang "Technologiemanagement für Techniker" ab sofort in verkürzter Form anbieten. Nun kann Bewerbern mit einem Technikerabschluss der Fachrichtungen Maschinenbau und Elektrotechnik das komplette erste Semester angerechnet werden. In diesem werden die betriebswirtschaftlichen, technischen und physikalischen Grundlagen für das Ingenieursstudium gelegt. Darüber hinaus können an den Fachschulen erbrachte Lernleistungen auf Module der höheren Semester angerechnet werden. Dadurch kann das Studium für Techniker um bis zu vier Semester kürzer werden.

Die Techniker kommen mit einer sehr guten Vorbildung, die honoriert werden muss", erklärt Corina Brunner, Weiterbildungsreferentin am Weiterbildungszentrum der THD. "Dadurch verkürzt sich das berufsbegleitende Studium auf sieben Semester und dauert für Techniker damit nicht länger als ein Vollzeit-Bachelor", so Brunner weiter. Fachschulleiter Günther Hölzl sieht mit der neuen Durchlässigkeit der beruflichen Bildung das besondere Profil seines Schultyps gestärkt. "Dieses berufsbegleitende Studium eröffnet hervorragende Karriereperspektiven."

Inhaltlich beschäftigt sich der Bachelor mit der Schnittstelle zwischen Technologie und Management. Die Studierenden qualifizieren sich damit beispielsweise für eine Position mit Führungsverantwortung. "Besonderer Wert wird am Weiterbildungszentrum der THD auf eine praxisnahe Weiterbildung gelegt. Die Professoren und Dozenten können auf eine langjährige Erfahrung in der Wirtschaft und Industrie zurückgreifen", berichtet Brunner. "Dadurch profitiert auch der Arbeitgeber, da das Erlernte aus dem Studium sofort im Berufsleben Anwendung findet." (PNP vom 23.10.2017)

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