Hightech ist Pflicht

Digitalisierung ist das große Zukunftsthema an den Berufsschulen in Stadt und Landkreis

Passau. Im Bildungspaket der Staatsregierung wird Digitalisierung in den Fokus gerückt. Insgesamt fünf Milliarden Euro hat der Bund den Schulen im Koalitionsvertrag dafür versprochen. "Industrie 4.0" lautet das Schlagwort. Hier sind vor allem die Berufsschulen und beruflichen Schulen gefordert, damit die Berufsbildung mit der Digitalisierung Schritt halten kann.

So auch die Passauer Berufsschule. Fachinformatiker Johannes Wallinger, EDV-Systembetreuer des Berufsschulverbands Passau, hat den beiden MdL Gerhard Waschler und Walter Taubeneder, zugleich Berufsschulverbandsvorsitzender, und einigen Berufsschullehrern erläutert, wie digitalisiert die Schule bereits ist.

 

Es gibt acht Domains, also getrennte Netzwerkbereiche, in denen über 3000 IT-Geräte im System eingebunden sind. Das, so zählte Wallinger auf, seien für 8000 Benutzer im System rund 1250 PCs und Notebooks, über 1000 Flachbildschirme, 80 Server, 160 Drucker, 150 "Switches" – oder Verteiler – sowie Router, 190 Beamer und rund 170 Dokumentenkameras. Dazu würden über 40 verschiedene Branchensoftwares genutzt und gepflegt.

Wallinger stellte die IT-Ausstattung eines Klassenzimmers vor, die alle mit einem PC am Lehrerpult, einem Beamer an der Decke und mit einer Dokumentenkamera und teilweise mit Lautsprecher ausgestattet sind. Dazu seien an allen beruflichen Schulen des Verbandes insgesamt 24 EDV-Räume ausgestattet, für den mobilen Bedarf in sonstigen Fach- und Schulräumen stehen neun Notebookwagen zur Verfügung und in allen Schulen ist WLAN zumindest punktuell verfügbar. Zur verfügbaren Geschwindigkeit des Datenflusses erklärte Wallinger, dass diese bei allen Anbindungen bei etwa 200 Mbit pro Sekunde liege.

Angesichts dieser Zahlen staunte Waschler über den hohen Standard der Digitalisierung an den beruflichen Schulen des Berufsschulverbands Passau. Stadt und Landkreis hätten dafür immer wieder großzügig Geld zur Verfügung gestellt, so Taubeneder.

Bei einem Rundgang durch die Gewerbliche Berufsschule gewann Waschler vor Ort auch einen Einblick in die hohe Digitalisierung dieser Schule. Besonders beeindruckt war er vom erst vor kurzem für 430000 Euro ausgestatteten Fachraum für Automatisierungstechnik, der in Kürze für weitere 232000 Euro auf Standard "Industrie 4.0" aufgerüstet werden soll. Dazu, so erklärte Schulleiter Eduard Weidenbeck, sei die Gewerbliche Schule in Passau als eine der wenigen Schulen in Bayern in das Förderprogramm aufgenommen worden. (PNP vom 09.04.2018)

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