Ein Blick in die Zukunft

Passauer Berufsschulen luden Mittelschüler zu "Berufe im Test" ein

Passau. Eine ordentliche Vorbereitung auf ihr Berufsleben bekamen am Montag die rund 160 Acht- und Neuntklässler der Mittelschulen St. Nikola, Passau-Neustift und Hutthurm. Die Berufsschulen I und II hatten sie nämlich zur Veranstaltung "Berufe im Test" eingeladen, um ihnen neben sechs wichtigen regionalen Arbeitgebern auch das eigene Profil vorzustellen und ihnen einen ersten Einblick ins Schulleben zu geben. Initiiert und organisiert wurde das erstmals stattfindende Treffen von den gastgebenden Berufsschulen und dem Wirtschaftsforum Passau, für welches Britta Pinter als Regionalmanagerin zugegen war.

Walter Taubeneder, Vorsitzender des Berufschulverbands Passau, leitete die Veranstaltung mit einem kurzen Vortrag ein, der die momentane Situation auf dem Arbeitsmarkt auf den Punkt brachte. "Derzeit können sich die Firmen vor Aufträgen kaum retten. Ihnen fehlen aber häufig die nötigen Facharbeiter dafür", schilderte er die zwiespältige Lage und ergänzte den Wunsch, dass die engagierten jungen Leute sich für einen zukunftsträchtigen Beruf entscheiden sollten.

Dass man auch mit einem Abschluss an der Mittelschule viel erreichen kann, bewiesen schließlich Armin Bender von MSG und Michael Simmeth von Guggemos, die mit der Präsentation ungewöhnlicher Lebensläufe die jungen Zuschauer zum Staunen brachten, bevor sie sich mit den übrigen Unternehmensvertretern einem "Company Slam" stellten. Hierbei handelt es sich um eine schnelle Vorstellrunde, die einen Überblick über die Arbeitsbereiche der Firma gestattet und dem Publikum die Möglichkeit einräumt, sich einzubringen und Fragen zu stellen. Der eigentliche Höhepunkt des Tages aber war der Besuch des Unterrichts, der den Mittelschülern einen Einblick in ihr favorisiertes Berufsfeld bieten sollte. Dazu wurden sie bereits im Vorfeld, je nach Interesse, in verschiedene Kurse eingeteilt und der kaufmännischen oder gewerblichen Berufsschule zugewiesen. "Dass die Schüler zusätzlich zu den Unternehmen, wo sie oft sowieso ein Praktikum machen, auch die Berufsschule kennenlernen, ist von entscheidender Bedeutung", erklärte Britta Pinter. "Damit wird die Sache einfach greifbarer."

Am Ende war die Premiere von "Berufe im Test" für alle Beteiligten ein voller Erfolg. "Einer jährlichen Neuauflage würde ich bestimmt nicht widersprechen", positionierte sich Britta Pintner bereits im Hinblick auf die Zukunft. Und die Mittelschüler hätten dagegen bestimmt auch nichts einzuwenden. (PNP vom 01.12.2017)

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