Aushängeschilder fürs heimische Handwerk

Zwölf Absolventen der Karl-Peter-Obermeier-Schule erreichen den Traumdurchschnitt von 1,0

Passau. Eine stilvolle Veranstaltung war die Abschlussfeier der Karl-Peter-Obermaier-Schule. Das Bläserquartett "U 4 Brass" umrahmte den Festakt, viele der jungen Leute erhielten Auszeichnungen für herausragende Leistungen, eine Reihe von ihnen konnte die Ausbildungszeit verkürzen. Dass auch für die Kinderklinik Dritter Orden eine Spende von 4000 Euro zusammenkam, dafür zeichnete die Schülermitverantwortung (SMV) verantwortlich.

Ein ganze Reihe von Ehrengästen begrüßte Oberstudiendirektor Eduard Weidenbeck, darunter Oberbürgermeister Jürgen Dupper, Vizelandrat Klaus Jeggle, Oberstudiendirektor Robert Lindner von der Berufsschule 2, Geschäftsführer Franz Stangl sowie Vertreter der Innungen, Kammern, Verbänden und Ausbildungsbetrieben. Sie alle seien gekommen, weil rund 300 junge Menschen aus der Region einen großen Schritt in Richtung eines selbstständigen und selbstbestimmten Lebens machen, stellte Weidenbeck fest. An der Berufsschule1 seien beste Arbeits- und Lernbedingungen für diese duale Berufsausbildung gegeben, wofür er Stadt, Landkreis und den Organisationen danke.
Soziales Engagementhat hohen StellenwertDie besten Absolventen erhielten Auszeichnungen wie Buch- und Geldpreise, alleine zwölfmal ist der Traumnotenschnitt von 1,0 erreicht worden. Das gute Klima an der Schule zeigte sich auch an einer Aktion der SMV. Es habe schon gute Tradition, dass sich die SMV mit außerordentlichem Engagement sozialer Themen annehme, stellte der Schulleiter dazu heraus. Zum einen haben sich die Schüler Markus Navrot und Alexander Schiermeier typisieren lassen und Stammzellen gespendet, zum anderen kamen bei einer Spendenaktion für die Kinderklinik Dritter Orden 4000 Euro zusammen, der anschließend von den Schülern an Chefarzt Prof. Dr. Matthias Keller überreicht wurde. Keller lobte die soziale Verantwortung der Schüler.

Höhepunkt der Feierstunde war der Festvortrag von Robert Soppart, Obermeister der Elektroinnung. Eduard Weidenbeck kündigte den jungen Vorzeigeunternehmer als einen Mann an, der die Markttrends frühzeitig erkannt habe und erfolgreich darauf reagierte. Er sei ein glänzendes Beispiel dafür, welche Möglichkeiten das Handwerk einem zielstrebigen, einsatzfreudigen Fachmann mit Sinn für die wirtschaftlichen Zusammenhänge biete.

Soppart gab den jungen Absolventen eine Art Betriebsanleitung. Er erzählte von seinem Weg über den Hauptschulabschluss, den Quali, die Berufsschule mit Elektrolehre, den anschließenden Weiterbildungen und dem entscheidenden Schritt in die Selbstständigkeit. Er habe sich den regenerativen Energien verschrieben, berichtete Soppart. Der Unternehmer gab den jungen Menschen Handreichungen für ihre Zukunft mit auf den Weg, nach denen auch er gelebt habe. "Habt ihr schon einmal erlebt, dass es nach einer Nacht nicht mehr hell wurde?", fragte er sie und meinte, wenn ein Problem in dieser Stunde nicht lösbar sei, dann habe er es zur Seite gestellt und später wieder aufgenommen. "Wenn ihr euch ein Ziel setzt, dann druckt es euch aus und fragt jeden Tag, was habe ich dafür getan", schlug Soppart vor und gab Tipps für Bewerbung und Berufseinstieg.

Studiendirektor Franz Färber war es dann vorbehalten, die Besten zu ehren. Unter ihnen sind künftige Handwerker mit Abitur, viele mit hohen beruflichen Zielen und eine ganze Reihe mit vielfältigen Interessen. Färber zeigte sich auch zuversichtlich, dass hier ein Vorzeigepotenzial vorhanden sei, das zur Handwerkerelite unserer Region werden könnte.
DIE PREISTRÄGERBuchpreise erhielten Nina Fenzl, Vinzenz Bauer, Andreas Lehner, Tobias Schned, Nicolas Röhrl, Johannes Samardzija, Christian Schmieder, Josef Seibold, Alexander Haas, Tobias Auer, Thomas Kirchberger, Tobias Göttl, Marco Günthner, Lukas Süß, Saida Lehiba, Sebastian Bauer, Raphael Kempinger, Josef Susser, Benjamin Kolbeck, Florian Gerleigner, Johannes Bauer, Simon Engelhard, Maximilian Steinbacher, Jonathan Hüttler, Simon Ratz, Johann Wimmer, Felix Kopp, Dominik Strunk, Marina Bachmeier, Franziska Friedenberger, Annkathrin Dilly, Lena Gamsreiter und Sarah Mayer.

Förderkreispreise gingen an Eva Bollig, Martina Huber, Melanie Kasberger, Michael Plettl, Julian Gsödl, Lea-Maria Salzberger, Catharina Meier.

Mit Verbandspreisen wurden Patrick Eggerstorfer und Tobias Scharinger geehrt.

Staatspreise erhielten Julian Jungwirth und Alexander Boschenriedter (PNP vom 28.01.2017)

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