Slowakische Bauern im Passauer Land

Berufsschule pflegt seit 15 Jahren eine Partnerschaft mit Levice

Passau (eb). 15 Jahre gibt es die Partnerschaft zwischen der Berufsschule 1 und einer beruflichen Schule der westslowakischen 35.000 Einwohner Stadt Levice. Begründet wurde sie damals von der Agrarabteilung der Berufsschule.
Wenngleich die Slowakei seit 2004 zur EU gehört, unterscheidet sich das Land erheblich von Bayern. "Die Differenzen, aber auch die Gemeinsamkeiten kennen zu lernen, dazu dient die Schulpartnerschaft", so der stellvertretende Leiter Rudolf Schacherl. Passauer Junglandwirte fahren deshalb während ihrer dreijährigen Ausbildung für eine Woche in den Donaustaat, um die dortigen Betriebsstrukturen, die Chancen aber auch Probleme vor Ort zu erleben. Umgekehrt nutzen die dortigen Schüler mit ihren Lehrern die Ferien, um ins Passauer Land zu kommen.
Während in der Slowakei vornehmlich große Genossenschaften und Staatsbetriebe die Agrarlandschaft prägen, sollte den Besuchern der typische bayerische Familienbetrieb vorgestellt werden. Fachlehrer Alois Kapfhammer wählte dazu zwei Futterbaubetriebe des nördlichen Landkreises aus: Im Bullenmastbetrieb von Alois Wenninger in Philippswart bei Vilshofen wurde ihnen die Produktion von Rindfleisch vorgestellt. Dabei ging es auch um den Kälberbezug, die Fütterung sowie Vermarktung der Tiere.
Beeindruckend war für die Gäste auch der Milchviehbetrieb der Familie Vogl in Witzelberg bei Hofkirchen. Nach den Vorstellungen des Sohnes und Hofnachfolgers, der selbst die Berufsschule besucht hatte, entstand dort ein moderner Außenklimastall mit Tretmistverfahren. Das Bild der niederbayerischen Landwirtschaft rundete der Besuch der Staatlichen Lehr und Versuchsanstalt Kringell ab.
Auch Pullman City wurle besucht und in der Therme in Bad Füssing gebadet. Eine Passau Rundfahrt rundete das Programm ab. (PNP 05.08.2005).

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