Sie sind spitze beim Kochen und Servieren

Beim Regionalwettbewerb traten zwölf Köche sowie je sechs Hotel- und Restaurantfachleute gegeneinander an

Passau. Hhhmmm, lecker! Lauter zufriedene Gesichter sah man bei der Regionalmeisterschaft um den Karl-Peter-Obermeier-Pokal im Gastgewerbe. Kein Wunder: Die Elftklässler der Berufsschule I für Agrar- und Gastronomieberufe, genauer gesagt zwölf Köche, sechs Hotel- und sechs Restaurantfachleute, kochten und bewirteten ihre Gäste. Die ersten Plätze schafften Felix Hallhuber (Kochen), Sarah Berger (Hotelfach) und Corinna Aigner (Restaurantfach).
Die Köche wurden dabei bewertet von Gerhard Schmalzl vom Schlemmerhof Schmalzl (Alkofen), Manfred Greiner, dem Kreisvorsitzenden des Bayerischen Hotel und Gaststättenverbands, Helmut Kafl vom Klinikum Passauer Wolf (Bad Griesbach) und Alois Wimmer von der Berufsschule Passau. Andrea Schwarzmüller (Hotel Miethaner, Viechtach), Dagmar Waldemer (Inntalhof, Kirchdorf a. Inn) und Kaspar Karg (Fachlehrer der Berufsschule Passau) nahmen die Hotelfachleute genauer unter die Lupe. Für die Restaurantfachleute waren Henrike Winbeck (Landgasthof Winbeck, Holzham), Hajo Henzler (Hotel und Klinik St. Wolfgang) und Markus Buchner (Fachlehrer Berufsschule Passau) zuständig.
Häppchen, Aperitifs und ein 3-Gang-Menü
Je nach Fachrichtung mussten die Auszubildenden dann auch unterschiedliche Aufgaben erledigen. Während die Hotelfachleute unter anderem Häppchen oder ein Hotelzimmer herrichteten, deckten die Restaurantfachleute die Tische ein und servierten die Speisen und Getränke. Den schweißtreibendsten Job dürften aber die Köche gehabt haben, die für das Drei-Gang-Menü jeweils für sechs Personen sorgten.
Die Besten sollen dann die Berufsschule Passau bei der bayerischen Meisterschaft, der deutschen oder sogar bei internationalen Wettbewerben vertreten. Neu in diesem Jahr: Statt der Abschlussklasse traten die Auszubildenden des zweiten Lehrjahrs an. „Sie können bei mehr Wettkämpfen antreten, als die Abschlussklässler“, erklärte der Fachlehrer für Gastronomie, Manfred Högen.
Das Engagement der jungen Leute, die sich freiwillig um die Teilnahme an den Wettbewerb beworben hatten, wurde natürlich von allen Seiten gelobt. „Ich bin schon sehr stolz auf meine Schüler“, sagte etwa Hans Käfler als Leiter der Berufsschule I Passau. Bei diesem Wettbewerb hätten seine Schüler das hohe Niveau bewiesen, für das die Berufsschule Passau stehe. Schulverbandsvorsitzender Walter Taubeneder stellte den hohen Stellenwert heraus, den die Gastronomie im Landkreis habe. „Eine halbe Milliarde Euro allein aus Gastgewerbe - damit ist dieser Wirtschaftszweig kein Pflänzchen mehr, sondern eine Pflanze.“ Leitender Regierungsschuldirektor Anton Tafelmeier sagte, dass es nicht von ungefähr komme, dass die Berufsschule Passau in Sachen Gastronomie einen hervorragenden Ruf genieße. „Man muss sehr viel tun, um die Qualität zu steigern und die Schule auch nach außen hin zu repräsentieren. Mit diesem Wettbewerb tun Sie das.“
Auch Walter Keilbart, Hauptgeschäftsführer der IHK Passau, nannte diesen Wettbewerb eine gute Prüfung für den Beruf: „Auch im Betrieb weiß man nie, was einen mittags erwartet.“ (PNP 29.06.2006)

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