Marco Sicheneder ist bester Spengler und Klimatechniker

45 junge Anlagenmechaniker erhalten auf der Freisprechungsfeier der SHK-Innung ihre Gesellenbriefe – Weidenbeck: Fachkräfte in der Region halten

Tiefenbach. In Zeiten des Fachkräftemangels sind sie besonders gefragt. Und auch auf der Freisprechungsfeier der Innung für Spengler, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) im Gasthaus Knott in Jacking standen die 45 frisch gebackenen Junggesellen dieser Handwerksbranche im Mittelpunkt. Vier von ihnen, Marco Sicheneder von der Klessinger GmbH in Passau, Philipp Lindinger von der Firma Manfred Antesberger in Neuburg am Inn, Alexander Moosbauer von der Herzig GmbH in Waldkirchen und Manuel Zechmann von der Firma Zechmann in Ruderting, nahmen als Prüfungsbeste Ehrungen entgegen.

Obermeister Alois Asen überreichte den 45 Junghandwerkern vor rund 100 Besuchern, darunter Ausbilder, Eltern, Lehrer und Prüfer, die Zeugnisse und einen Schmuckgesellenbrief sowie den vier Geehrten ein Buchgeschenk. "Sie haben eine gute Wahl getroffen", sagte er den jungen Anlagenmechanikern. Ihre Zukunftsperspektiven seien "realistisch". Mit den dreieinhalb Jahren Ausbildung hätten die jungen Leute "ein grundlegendes Rüstzeug" erhalten. Um angesichts des technischen Fortschritts aber auf dem Laufenden zu bleiben, sei stete Weiterbildung notwendig. Er bat, dem SHK-Handwerk treu zu bleiben.

Auch Michael Wasner von den Stadtwerken Passau gratulierte zum Ausbildungsabschluss. Mit ihren handwerklichen Fähigkeiten seien sie umworbene Spezialisten, die dringend benötigt werden, betonte er und empfahl, die beruflichen Chancen auch als Basis für private Zufriedenheit zu nutzen.

"Sie sind gefragt wie nie zuvor", sagte Berufsschulleiter Eduard Weidenbeck seinen ehemaligen Schülern, die mit dem Abschluss ihrer Ausbildung eine wichtige Etappe auf ihrem Berufsweg erreicht haben. Er betonte die Zusammenarbeit zwischen Schule und Betrieben. Das duale System sei der Schlüssel zum Erfolg in der beruflichen Bildung. Es ermögliche einen reibungslosen Übergang ins Arbeitsleben und bringe qualifizierte Fachkräfte hervor, welche die berufliche Praxis schon kennen. Es sei ein Standortvorteil für Deutschland. Das Handwerk stehe vor großen Herausforderungen. Anliegen sei, die jungen Fachkräfte in den Betrieben der Region zu halten, zum Beispiel mit entsprechender Bezahlung. Die Energiewende gelinge nur, wenn die Facharbeiter hier bleiben.

Karl-Heinz Friedrich von der Handwerkskammer erzählte die Geschichte von Cliff Young, einem 61 Jahre alten australischen Landwirt, der durch seinen unerwarteten Sieg beim 875 Kilometer langen Ultramarathon von Sydney nach Melbourne bekannt wurde. Das passe gut zur Freisprechungsfeier, denn man könne viel von dem Senior lernen. Cliff habe ein persönliches Ziel gehabt und an sich geglaubt. Er habe gewusst, was ihm zum Erfolg verhilft. Er sei zudem von seiner Familie unterstützt worden. Auch die "Junggesellen" hatten ein klares Ziel und sie wussten, was sie brauchen. Ihr Erfolg sei zudem Ausdruck eines förderlichen Umfelds aus Ausbildern, Lehrern, Eltern, Prüfern und Innung.

Peter Hoft, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, betonte die Verdienste der Prüfungskommission, die unter der Leitung von Bernhard Schätz ehrenamtlich tätig war. Zum Schmunzeln regte er an, als er schilderte, wie früher die Freisprechung, das "Gesellenmachen", gefeiert wurde. Nach der Zeugnisverleihung sprach Obermeister Asen die Gesellen nach altem Handwerksbrauch feierlich von "Pflichten und Sünden" als Lehrlinge frei. (PNP vom 24.02.2014)

Zurück