Laufend Gutes tun

Benefiz-Aktion der Berufsschüler für MS-Kranke

Passau. 130 Schüler der Karl-Peter-Obermaier-Schule tauschten die Schulbank gegen den nahen Stadtpark Kainzenhof. Auf dem Stundenplan stand aber nicht eine Auszeit vom Lernstress, sondern die sportliche Herausforderung für einen uneigennützigen Zweck. Beim "Run for Help" schnürten sie die Laufschuhe und rannten auf einem abgesteckten Rundkurs zugunsten von an Multipler Sklerose erkrankten Menschen.

Eine Stunde lang galt es auf dem 600 Meter langen Parcours möglichst viele Runden zurückzulegen. Bei dem von Sport-Fachbetreuer Matthias Liebl organisierten Benefizlauf ging es aber nicht allein um die sportliche Leistung. Die Berufsschüler haben schon im Vorfeld des Spendenlaufs einiges über die Erkrankung Multiple Sklerose (MS) erfahren. Ausgestattet mit diesem Wissen hatten die Schüler Gelegenheit, Familienangehörige, Freunde und Kollegen über die Krankheit zu informieren. Wichtigstes Anliegen der Aktion "Run for Help" ist es nämlich, das soziale Empfinden für kranke und behinderte Menschen in unserer Gesellschaft zu stärken. Viele Menschen werden so über die Erkrankung Multiple Sklerose informiert und sensibilisiert. Und viele von ihnen haben sich spontan als Sponsoren zur Verfügung gestellt. Sie erklärten sich bereit, jede gelaufene Runde mit einem zuvor frei vereinbarten Geldbetrag zu honorieren.

Ausgestattet mit Laufkarten, auf denen die Beträge der Sponsoren vermerkt waren, rannten die Schüler, was ihre Beine hergaben. Jede Runde spülte Bares in die Charity-Kasse. Der Lohn des schweißtreibenden Engagements drückte sich auch in Zahlen aus. Stattliche 6885,31 Euro Euro kamen am Ende zusammen. Mit dem Geld unterstützt die Schule das Hilfsangebot der DMSG Bayern. Dieses schließt Information und Beratung ebenso ein wie Rehabilitation und praktische Lebenshilfe im Alltag. Jeder Euro sichert die Arbeit der regionalen Selbsthilfegruppen vor Ort. Das lindert die zum Teil schwerwiegenden Folgen der Krankheit.

Schulleiter Eduard Weidenbeck lobt den integrativen Charakter des Projekts. "Run for Help schlägt Brücken zwischen Menschen mit Behinderung und nicht behinderten Schülern, weil Berührungsängste abgebaut werden."

Für Beratungslehrer Rudolf Peck zeigt der Sponsorenlauf, dass soziales Engagement zu einem Gemeinschaftserlebnis werden kann. "Die Schüler nehmen mit Freude daran teil, weil jeder Kilometer mehr eine persönliche Hilfe für MS-Kranke bedeutet." Die Schülern haben erlebt, dass sie mit einfachen Mitteln einen Beitrag leisten können, um Menschen zu helfen, die darauf angewiesen sind. − hpr (PNP vom 20.07.2019)

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