14 neue Küchenmeister

Passau/FRG. Es braucht beste Zutaten, Disziplin und Kreativität, aber auch das kompetente Beherrschen gleich mehrerer Disziplinen, bevor man sich "Küchenmeister" nennen darf. 14 junge Frauen und Männer haben sich dieser Prüfung um den höchsten IHK-Weiterbildungsabschluss gestellt und dabei in Passau sehr gute Ergebnisse erzielt. Aus dem Landkreis Passau mit dabei war Dominik Dotzauer aus Ruderting. Anna Schwarz aus Patersdorf wurde Prüfungsbeste und erhielt auch den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung, ebenso wie Florian Bachhuber aus Landau an der Isar. Den Praxisteil der Prüfung absolvierte Christian Ringhoffer aus Eggenfelden am besten.
Vier Monate mit sechs Tagen Unterricht pro Woche haben die angehenden Meister hinter sich. Die praktische Prüfung verlangte mit Vorbereitung, Planung, Kochen und Anrichten zwei Tage lang höchste Konzentration. Für den Entwurf ihrer Menüfolge mussten die Prüflinge auf einen vorgegebenen Warenkorb mit den Grundzutaten Bachsaibling, Garnelen, Wachteln, Kalbsfilet, Rote Beete und Bauerntopfen zurückgreifen. Alles übrigens aus der Region. Fünf Stunden Vorbereitung am Vortag und bis zu zehn Stunden am Prüfungstag standen sie dann in der Küche.
IHK-Vizepräsident Claus Girnghuber sprach den Machern jenseits der Küche, nämlich den Verantwortlichen und Lehrern der Berufsschule, den Dozenten und IHK-Organisatoren sowie den ehrenamtlichen Prüfern seinen Dank aus. Ihnen komme an diesem Abend eine Schlüsselrolle zu. Rund 1700 Einzelbewertungen haben sie zu einem Gesamtergebnis zusammengetragen. Der Geschmack der Gerichte ging mit 20 Prozent in die Wertung ein. Daneben wurden Präsentation, Arbeitstechniken, Wirtschaftlichkeit und Hygiene bewertet. Der Küchenmeister belege mit seinem Zeugnis, dass er auf nationaler und internationaler Ebene Führungs- und Schlüsselpositionen in der Gastronomie einnehmen könne, betonte Girnghuber. Das Zeugnis sei dazu ein Wertpapier. Von 652 angetretenen Kandidaten haben seit 1976 nur 469 Prüflinge die hohen Anforderungen erfüllt, so der Vizepräsident.Im Anschluss wurde den Gästen ein Fünf-Gänge-Menü serviert, das die Prüflinge geschaffen hatten. Dann war es endlich so weit, ein Raunen ging durch die Gänge und freudige kollektive Ausrufe ließen vermuten, alle haben bestanden. Und so war es dann auch, als Hauptgeschäftsführer Alexander Schreiner im Foyer zur Übergabe der Zeugnisse schritt.
Unter dem Beifall der Gäste zogen die angehenden Küchenmeister ein. "Kochen ist eine Kunst", verkündete Schreiner. Der Tag sei ein Meilenstein im Leben der Prüflinge. Küchenmeister seien kulinarische und wirtschaftliche Manager. Zusammen mit dem Vizepräsidenten und Christian Wilhelm verteilte er die Zeugnisse, sowie die beiden Staatspreise. Mit Sekt durfte dann mit den Meisterköchen angestoßen werden. (PNP vom 27.12.2019)

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