Corona ist ein Booster für die Digitalisierung

Laptop, Video, Glasfaser & Co. sind Standard: Alle Schularten freuen sich über einen Turbo-Schub bei ihrer Ausstattung

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Berufsschule

Eduard Weidenbeck, Chef der Berufsschulen: "Corona hat bei uns als Booster gewirkt bei der Digitalisierung. Was eigentlich auf fünf Jahre geplant war, wurde dann innerhalb eines Jahres umgesetzt." In seiner Schulart dürfte das Gefälle wohl am größten sein, denn eine angehende IT-Fachkraft benötigt ein größeres Digital-Sortiment als ein Metzger-Lehrling. Und so gibt es in der Karl-Peter-Obermeier-Schule Klassenräume, die im Grunde nur mit einem "Active-Board" ausgestattet sind, also einer elektronischen Tafel, und andere sind mit Technik veredelt im Wert von mehr als einer halben Million Euro.

Grundsätzlich fühlt sich Weidenbeck bislang finanziell gut versorgt, der Digitalpakt von Bund und Land funktioniert seinen Worten zufolge – bislang zumindest. "Woher das Geld künftig kommt, das muss man abwarten", sagt er mit Blick auf die neue Regierung in Berlin. Natürlich hofft er, dass die 2600 Berufsschüler auch weiterhin auf dem Stand der Technik gehalten werden – und die Lehrer auch: "Für uns ist das auch eine Herausforderung, hier Schritt zu halten."

Als nächste Schritte sieht er VR und AR Einzug halten, also virtuelle Realität und "augmented reality", also die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Dies wird vor allem durch den Einsatz elektronischer Brillen erreicht. "Hier haben wir schon erste Anschaffungen bei uns, aber Ziel ist es, das mediale Angebot weiter auszudehnen. Die Schüler erwarten das auch."

Und sie nutzen die Angebote offenbar auch; die Berufsschule besitzt 150 Laptops "und die sind ständig im Verleih bei den Schülern draußen." Die bringen aber auch im Gegenzug eigene Geräte mit, so hat Weidenbeck in einer Friseur-Klasse zwei junge Damen beobachtet, die auf ihren Laptops mitschrieben, "die haben kein Papier mehr". (PNP vom 14.01)

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