Bindeglied zwischen Facharbeitern und Ingenieuren

49 Elektro- und Maschinenbautechniker feiern ihren Abschluss an den Fachschulen

Passau. Applaus für eine staatlich geprüfte Elektrotechnikerin und 22 Elektrotechniker sowie 26 staatlich geprüfte Maschinenbautechniker: Sie haben bei der Abschlussfeier der Technikerschulen an der Karl-Peter-Obermaier-Schule ihre Abschlusszeugnisse und Urkunden erhalten.

Als Jahrgangsbeste bekamen Christoph Lendner mit der Traumnote 1,13 und Andreas Witowski mit einem Notenschnitt von 1,25 den Meisterpreis und eine wertvolle Funktionsuhr. Weitere Meisterpreise sicherten sich Josef Schnell, Maximilian Steinbacher, Alexander Pätzold, Thomas Köhl, Stefan Galler, Jonas Berndl, Matthias Blöchl und Patrick Reischl, die ebenfalls mit einer Eins vor dem Komma abschlossen.

Schulleiter Eduard Weidenbeck beglückwünschte die 49 Absolventen vor Eltern, Freunden, Lehrern, Ausbildern und Ehrengästen, zu denen MdL Walter Taubeneder, Vorsitzender des Berufsschulverbands, Festredner Bernhard König, Geschäftsführer der AKE-technologies GmbH, stellvertretende Landrätin Gerlinde Kaupa sowie Stadt- und Verbandsrätin Sissi Geyer zählten. Die jungen Leute dürften sich nun als staatlich geprüfte Technikerin beziehungsweise Techniker bezeichnen. An den KPO-Fachschulen legten sie die Grundlagen für ihre weitere berufliche Karriere. Sie lernten, dass man mit dem erworbenen Wissen und Können, mit guten Ideen und Hartnäckigkeit Leistungen erzielt, die man sich vorher vielleicht nicht zugetraut hat. Er riet, es mit Energie, Selbstbewusstsein und hohem Anspruch an sich selbst anzugehen, wünschte beruflichen Erfolg und privates Glück.

Der Zuwachs an Kompetenz und Fachwissen, den sie erzielten, werde sich auszahlen, sagte MdL Taubeneder, der ebenfalls gratulierte. Dies zeige, dass es sich lohnt, sich anzustrengen. Die Techniker wirkten als Botschafter der KPO-Schule. Er würdigte das Engagement der Lehrer sowie den Beitrag von Stadt und Landkreis Passau. Zu dem zwölf Millionen Euro umfassenden Haushaltsvolumen des Berufsschulverbands steuerten die Stadt Passau 2,5 Millionen Euro und der Landkreis 5,1 Millionen Euro bei. 900000 Euro seien für digitale Klassenzimmer geplant. Er betonte den Wert der beruflichen Bildung. Die KPO-Schulen seien hervorragend ausgestattet. Hier gehe es jeden Tag um die Zukunft.

Festredner Bernhard König von AKE-technologies GmbH in Passau beleuchtete die Technikerausbildung aus unternehmerischer Sicht. Die jungen Leute gaben ihre frühere Arbeitsstelle auf, um erneut die Schulbank zu drücken und schafften den Abschluss. Doch Noten seien nicht alles. Es gelte, auch den Menschen zu sehen. Gute Noten seien aber ein Türöffner. Der Technikerabschluss sei kein Geschenk, sondern Ergebnis ihrer Arbeit und dem Bachelor gleichgestellt. Techniker seien Bindeglied zwischen Facharbeitern und Hochschulabsolventen. Die Absolventen seien ein wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens.

Günther Hölzl, Vertreter des Schulleiters, überreichte Zeugnis, Technikerurkunde sowie vielen von ihnen das Zeugnis der Fachhochschulreife und den zehn Besten die Meisterpreise. Er stellte die Absolventen vor, erzählte von ihren beruflichen und ehrenamtlichen Aufgaben, Zielen und Steckenpferden. Ihnen stünden nun viele Türen offen. Sie brächten praktische Handlungskompetenz mit Hintergrundwissen zusammen. Er empfahl ihnen, dieses Alleinstellungsmerkmal zu nutzen, dann sei ihnen auch in einem komplexer werdenden technischen Umfeld Erfolg gewiss.

Schülersprecher Andreas Witowski betonte die besonderen Qualitäten der Techniker, die nicht nur eine gute Ausbildung genossen und Flexibilität bewiesen, sondern auch zwischenmenschliche Stärke. Dies, gepaart mit Berufserfahrung, mache sie zum optimalen Bindeglied zwischen Facharbeitern und Ingenieuren. − tw

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