Bezirksverein macht sich für Berufsschule stark

Gastro Schüler sollen weiterhin mittags kochen

Passau Die Mittagsversorgung von Schülern, Lehrern und Bediensteten durch die Schüler der Staatlichen Berufsfachschule für Gastronomie soll in der derzeitigen Form erhalten bleiben das hat der Landwirtschaftliche Bezirksverein Passau gefordert. Außerdem appellierte er bei der Ausschusssitzung an den Berufsschulverband und die Schulleitung, im kommenden Schuljahr zwei Eingangsklassen für den Ausbildungsberuf „Landwirt/ in“ zu bilden, um den Schulstandort in Passau zu stärken.
"Als Vermieter des Saales, der als Speisesaal genutzt wird, und der angegliederten Küche können wir beobachten, wie reibungslos die Mittagsverpflegung funktioniert“, stellte Leonhard Anetseder, Präsident des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins Passau, fest. Bis zu 180 Essen würden von den Gastronomie Schülern an jedem Schultag ausgegeben. Schulleiter Hans Käfler unterlegte diesen Erfolg mit einer weiteren Zahl: In den beiden Jahren ihres Bestehens hat diese Berufsfachschule, die aus Mittel des Europäischen Sozialfonds gefördert wird, von jeweils 25 schwer vermittelbaren :Schülern jeweils 23 in Arbeit oder Ausbildung vermittelt.
Nach kurzer Diskussion waren sich die Mitglieder des Bezirksausschusses einig, dass die Synergieeffekte zwischen theoretischer und fachpraktischer Ausbildung unter einem Dach bestens genutzt werden. Einstimmig und eindringlich erging deshalb die Resolution an den Berufsschulverband Passau, die bisherige Form aufrechtzuerhalten.
Im weiteren Verlauf der Sitzung gab Präsident Leonhard Anetseder dem Ausschuss bekannt, dass die Regierung nach einer umfangreichen Anhörung beteiligter Täger die Sprengelgebiete für den Ausbildungsberuf Landwirt bzw. Landwirtin festgelegt hat. Entsprechend einer amtlichen Bekanntmachung müssen die Auszubildenden aus folgenden Regionen in den Jahrgangsstufen 10 bis 12 die Staatliche Berufsschule 1 in Passau besuchen: Stadt und Landkreis Passau, Landkreis Freyung Grafenau, Landkreis Deggendorf, Stadt Osterhofen, Märkte Schöllnach und Winzer sowie Gemeinden Außernzell, Iggensbach und Künzing.
Leonhard Anetseder freute sich, dass mit dieser Festsetzung das Veto des Bezirksvereins Passau gegen die von der Regierung beabsichtigte Ausgliederung des südlichen Landkreises Passau nach Pfarrkirchen verhindert werden konnte. Weniger Gefallen fand er jedoch daran, dass sich die Regierung vorbehält, im Bedarfsfall Gastschulverhältnisse anzuordnen, soweit eine Klassenbildung in Pfarrkirchen gefährdet ist.
Nachdem Schulleiter Hans Käfler mitgeteilt hatte, dass im kommenden Schuljahr mit Sicherheit 36 auszubildende Landwirte die Berufsschule besuchen werden, wurde von der Versammlung die Teilung in zwei Eingangsklassen gefordert. Damit sei nicht nur die berufliche Ausbildung der Landwirte in Passau zukunftsfähig, sondern auch die Landwirtschaftsschule an diesem Standort gestärkt.
Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte Landwirtschaftsdirektor Robert Schnellhammer, Leiter des Amtes für Landwirtschaft und Forsten, die Situation in der Landwirtschaftsverwaltung nach Abschluss der Neugliederung vor. Der neue Vorsitzende des Berufsschulverbandes Passau nutzte die Gelegenheit, dem Landwirtschaftlichen Bezirksverein für die langjährige und großzügige finanzielle und ideelle Unterstützung bei der beruflichen Ausbildung zu danken.
Und schließlich stellte Georg Kainz, Präsident des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins Wegscheid, den Gästen aus Passau das Weidegut in Rechab vor, in dem die Sitzung abgehalten wurde. (PNP 22.08.2005) 

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