Berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge (BAF)

Integration an der Berufsschule

Um berufsschulpflichtigen Asylbewerbern und Flüchtlingen eine Perspektive hin zu einer beruflichen Ausbildung zu ermöglichen, sind im Rahmen einer ein- bis zweijährigen Berufsvorbereitungsphase besondere Konzepte an den Berufsschulen erforderlich. Diese berücksichtigen in adäquater Weise die Besonderheiten dieser Schülergruppe, die spezifischen rechtlichen Rahmenbedingungen und die unterrichtlichen Bedürfnisse von berufsschulpflichtigen Asylbewerbern und Flüchtlingen, gerade im Bereich der Sprachförderung.

Seit März 2015 bietet die Staatliche Berufsschule I Passau berufsschulpflichtigen Asylbewerbern und Flüchtlingen sprachliche Förderung und praktische Berufsvorbereitung an. Die Jugendlichen, die aus den unterschiedlichsten Gründen ihre Heimatorte, -länder und ihre Familien verlassen mussten, wollen wir nicht nur sprachlich und fachlich fördern, sondern sie vor allem dabei unterstützen, sich auch persönlich weiterzuentwickeln.

Zunächst ist das Ziel in einer Berufsintegrationsvorklasse (BIKv) vorrangig die deutsche Sprache zu erlernen. Unterstützt werden hierbei die Schüler sowohl von Berufsschullehrkräften als auch von einem Lehrer mit der Qualifikation „Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache“. Organisatorische Aufgaben sowie die Betreuung und Beratung der SchülerInnen übernimmt ein Sozialpädagoge.

In einem zweiten Schuljahr absolvieren die jungen Asylbewerber und Flüchtlinge eine Berufsintegrationsklasse BIK, was bedeutet, dass eine Ausbildungsreife erreicht werden soll und der Erwerb des Mittelschulabschlusses angestrebt wird.

Für die Klassen BIKv und BIK werden Mittel des Europäischen Sozialfonds genutzt, womit die Zusammenarbeit mit einem Kooperationspartner einhergeht, welcher für die Bereitstellung einer Deutschlehrkraft und eines Sozialpädagogen zuständig ist. Die Beteiligten von Berufsschule und Kooperationspartner arbeiten dabei eng zusammen.